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Gibt es ein Australien-Visum ohne Sprachnachweis? Die klare Antwort von Dr. Sirous Ahmadi

Ja – mehrere Visumwege setzen überhaupt keine Englischkenntnisse voraus. Bei den Familienvisa – Partner, Eltern und Kind – ist ein Sprachtest kein Kriterium für die Visumerteilung. Auch das Working Holiday visa (subclass 417) gewährt ohne Sprachbedingung ein Arbeitsrecht, und ebenso verlangen das Touristenvisum subclass 600 sowie das Flüchtlings- und humanitäre Programm keinen Sprachtest.

Dieses präzise Bild zeichnet Dr. Sirous Ahmadi, australischer Migrationsanwalt mit der MARA-Registrierungsnummer 0854826, auf Grundlage jahrelanger, fallbezogener Arbeit: Die verbreitete Vorstellung, „ohne IELTS öffnet sich keine Tür“, deckt sich nicht mit dem Wortlaut der australischen Migrationsbestimmungen. Entscheidend ist, die Visumkategorien und die konkreten Kriterien jeder einzelnen subclass zu kennen – und nicht eine pauschale Regel.

Im Familienweg enthalten die Erteilungskriterien für Partner-, Eltern- und Kindervisa keinen Sprachtest. Und auch im Arbeitsbereich gilt nicht, dass jedes Visum ein Sprachergebnis verlangt: Das Working Holiday visa subclass 417, das ein Arbeitsrecht vermittelt, hat keine Englischanforderung, während das Work and Holiday visa subclass 462 zusätzliche Kriterien kennt – unter anderem ein Mindestniveau an Englischkenntnissen und eine Bildungsvoraussetzung (laut dem Bericht Administration of the Immigration and Citizenship Programs des australischen Innenministeriums). Inhaber eines 417 oder 462 können sich zudem durch das Ableisten von „specified work“ für ein zweites oder drittes Visum qualifizieren.

Bei den Skilled- und arbeitgebergestützten Visa wie subclass 482 und subclass 186 hat der Gesetzgeber Ausnahmen von der Vorlage eines Sprachtests vorgesehen – etwa für Inhaber eines Passes aus fünf englischsprachigen Ländern oder für Personen, die ihre Ausbildung in englischer Unterrichtssprache absolviert haben. Der fachliche Hinweis dazu: Der exakte und jeweils geltende Inhalt dieser Ausnahmen muss im aktuellen Rechtsinstrument (LIN instrument) auf legislation.gov.au überprüft werden; sich in diesem Bereich auf unoffizielle Zusammenfassungen zu verlassen, ist riskant.

Ein weiterer Begriff, dem viele Antragsteller begegnen, ist „functional English“: Bei einer beachtlichen Zahl von Visa kann ein erwachsener Antragsteller ohne functional English verpflichtet werden, vor der Visumerteilung die zweite Rate der Visumantragsgebühr (second VAC) zu zahlen. Welche subclasses davon betroffen sind und wie hoch der aktuelle Betrag ist, sollte über die Seite „Fees and charges for visas“ auf immi.homeaffairs.gov.au sowie über Schedule 1 der Migration Regulations 1994 bestätigt werden. Einfach gesagt: Ein fehlender Sprachnachweis bedeutet manchmal nicht „Ablehnung“, sondern „Zusatzkosten“ – und wer diesen Unterschied kennt, gewinnt Ruhe und finanzielle Planungssicherheit.

Wenn Sie keinen Sprachnachweis haben, betrachten Sie den Migrationsweg nicht vorschnell als verschlossen – lassen Sie Ihren Fall zunächst mit fachkundigem Blick prüfen; ein sorgfältiges Gespräch kann Optionen sichtbar machen, die Ihnen bisher nicht aufgefallen sind. Für eine persönliche, auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich gern an das Büro von Dr. Sirous Ahmadi.

This answer reflects the law and policy as verified on October 8, 2026. Immigration rules change frequently — confirm the current position before acting.

Dr. Sirous Ahmadi Australische Migrationsanwältin 0854826

This article is general information only, current at the date shown, and is not legal advice. Do not rely on it for your own situation — immigration law and policy change frequently. Seek advice from a registered migration agent or immigration lawyer about your circumstances.

Die vollständige rechtliche Analyse? Gibt es ein Visum, für das kein Sprachnachweis erforderlich ist? Im Magazin für australisches Migrationsrecht · 7 Min. Lesezeit
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